Bei der Erkrankung eines Kindes mit Diabetes Typ 1 können die Mehrbelastungen steuerlich als „außergewöhnliche Belastung" geltend gemacht werden. Die Höhe richtet sich nach dem festgestellten Grad der Behinderung, der somit die Voraussetzung für eine steuerliche Entlastung ist. Um den Grad der Schwerbehinderung feststellen zu lassen, stellt man beim zuständigen Sozialamt einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung.
Mit dem positiven Feststellungsbescheid kann die steuerliche Entlastung auch rückwirkend – es gilt der Tag der Erstmanifestation - geltend gemacht werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Schwerbehindertenstelle des Rhein-Kreis Neuss

Auf der Schanze 4, 41515 Grevenbroich, Tel. 02181/6010 (zuständig für: Meerbusch, Kaarst, Neuss, Korschenbroich, Jüchen, Grevenbroich, Rommerskirchen, Dormagen)

 

Zum Thema Schwerbehinderung haben wir für Sie Informationen zu folgenden Bereichen zusammengestellt

  • Schwerbehinderung
  • Diabetes und Beruf
  • Diabetes im Straßenverkehr

 

Schwerbehinderung
Versorgungsmedizin Verordnung 11.10.2012 http://www.bmas.de Punkt 15 (Seiteb 63,64) – […] Die an Diabetes erkrankten Menschen, deren Therapie regelhaft keine Hypoglämie auslösen kann und die somit in der Lebensführung kaum beeinträchtigt sind, erleiden auch durch den Therapieaufwand keine Beeinträchtigung, die die Feststellung eines GdS rechtfertigt. Der GdS beträgt 0. Die an Diabetes erkrankten Menschen, deren Therapie eine Hypoglämie auslösen kann und die durch Einschnitte in der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden durch den Therapieaufwand eine signifikante Teilhabebeeinträchtigung. Der GdS beträgt 20. Die an Diabetes erkrankten Menschen, deren Therapie eine Hypoglämie auslösen kann, die mindestens einmal täglich eine dokumentierte Überprüfung des Blutzuckers selbst durchführen müssen und durch weitere Einschnitte in der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden je nach Ausmaß des Therapieaufwandes und der Güte der Stoffwechseleinstellung eine stärkere Teilhabebeeinträchtigung. Der GdS beträgt 30 bis 40. Die an Diabetes erkrankten Menschen, die eine Insulinpumpentherapie mit täglich mindestens 4 Insulininjektionen durchführen, wobei die Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbstständig variiert werden muss, und durch erhebliche Einschnitte gravierend in der Lebensführung beeinträchtigt sind, erleiden auf Grund dieses Therapieaufwandes eine ausgeprägte Teilhabebeeinträchtigung. Die Blutzuckerselbstmessungen und Insulindosen (beziehungsweise Insulingaben über die Insulinpumpe) müssen dokumentiert sein. Der GdS beträgt 50. Außergewöhnlich schwer regulierbare Stoffwechsellagen können jeweils höhere GdS Werte bedingen. […]
Steuertipps für Menschen mit besonderen Bedürfnissen aufgrund einer Behinderung 29.01.2014 https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de Steuertipps
Ratgeber für schwerbehinderte Menschen 2014 http://www.bmas.de Informationen zu Antragsverfahren, Krankenversicherung, steuerlicher Erleichterung und weiterer Hilfen
Diabetes und Beruf
Leitfaden für Betriebsärzte zu 2010 http://www.dguv.de Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ; Tätigkeitsfelder
Diabetes im Straßenverkehr
Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung 01.05.2014 http://www.bast.de Seite 29-32: Fahreignung von an mit Diabetes erkrankten Personen
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.